Universität Bonn - Service Learning
Willkommen im Bereich Service Learning der Universität Bonn, wo wir generelle Informationen zu Service Learning als Lehr- und Lernform bereitstellen und über aktuelle Projekte informieren.
Wie kann akademisches Lehren und Lernen dazu beitragen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen? Auf welchem Weg gelingt es den Methodenaustausch, den Wissenstransfer und die gestalterische Zusammenarbeit zwischen Universität und Zivilgesellschaft zu etablieren und auszubauen? Einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen leistet Service Learning. Service Learning zielt darauf ab akademische Erkenntnisse und Forschung mit einer zivilgesellschaftlichen, verantwortungsbewussten Handlungspraxis zu verbinden. Durch diesen Ansatz kommen Akteur*innen aus unterschiedlichen Feldern zusammen, gestalten gemeinsam neue Ansätze und schaffen kooperativ ein Umfeld, in dem auch die eigenen Positionierungen und Herangehensweisen reflektiert werden können.
Aktueller Hinweis
Die Anmeldung zu den überfachlichen Service Learning-Lehrveranstaltungen für das Sommersemester 2026 ist ab jetzt möglich! Alle Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen befinden sich in den Veranstaltungstexten unterhalb dieses Hinweises.Der Bonner Ansatz
Die Universität Bonn hat es sich zur Aufgabe gemacht neben einem gesellschaftlichen Impact durch transdisziplinäre Forschung auch gesellschaftliches Handeln und Wirken Teil der Lehre werden zu lassen. Mit Service Learning wurde ein Ansatz an der Universität Bonn adaptiert und pilotiert, der es Studierenden und Lehrenden ermöglichen soll gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteur*innen an konkreten, bearbeitbaren aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, Problemen und Fragestellungen zu arbeiten. Ziel ist es dabei, dass die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung selber tätig werden: entweder indem sie im Rahmen einer berufspraktischen Erfahrung regelmäßig bei kooperierenden Institutionen mit zivilgesellschaftlichen Auftrag unterstützen, sie gemeinsam mit Akteur*innen aus relevanten gesellschaftlichen Feldern und Kooperationspartnerschaften Projektideen zur Problemlösung entwickeln und umsetzen, oder sie vollkommen eigenständig eigene Ideen mit dem Ziel einer Unterstützungsleistung verfolgen und so einen selbstständigen Pfad gestalten.
Service Learning wurde an der Universität als Lehr-Lernform definiert, die in allen dafür geeigneten Modulen umgesetzt werden kann. Folgende drei wesentlichen Kriterien (in Anlehnung an die Qualitätskriterien HBdV) gelten dabei als eine Orientierung und das Verständnis für Service Learning-Lehrveranstaltungen:
Gesellschaftliche Herausforderung
Service Learning-Lehrveranstaltungen haben immer zum Ziel einen Beitrag zur Lösung eines handhabbaren Teilaspekts einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu bearbeiten. Dieser Beitrag soll so gestaltet sein, dass er transferfähig ist. Das bedeutet am Ende der Veranstaltung werden die Ergebnisse und Erfahrungen allen potentiell interessierten und involvierten Akteur*innen zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, Anknüpfungspunkte zur weiteren Bearbeitung oder die Genese von neuen Projekten zu ermöglichen.
Lernautonomie fördern
Service Learning-Lehrveranstaltungen ermöglichen es den Studierenden eigenständig, kreativ und eigenverantwortlich an der Bearbeitung dieses Beitrags (mit)zu wirken. Den Studierenden werden dafür die Räume und Möglichkeiten durch das Lehrpersonal und involvierte weitere Personen eröffnet.
Kollaboration gesellschaftlicher Partner*innen
Im Rahmen von Service Learning-Lehrveranstaltungen wird immer mit (Kooperations-)Partner*innen aus der Praxis zusammengearbeitet. Diese Partner*innen sind Expert*innen in einem Feld, in dem aktuell konkret an der für die Lehrveranstaltung gewählten Herausforderung gearbeitet wird. Sie bringen ihr Wissen, ihre Perspektiven und Herangehensweisen mit ein und schaffen Zugänge zu einer Praxisanwendung der studentischen Tätigkeiten.
Service Learning als Lehr-Lernform
Diesen Ansatz einer zukunftsfähigen Ausgestaltung der Hochschullehre soll an der Universität langfristig verfolgt werden. Hierzu können zunächst die bereits vorhandenen modularen Räume für offene, transferorientierte und transdisziplinäre Lehrformate mit konkretem gesellschtsrelevanten Berzug stärker ausgewiesen werden. Daneben soll das überfakultäres Angebot weiter ausgebaut werden, um so einen transdisziplinären Austausch in der Lehre zu stärken und tiefergehende Erfahrung in der Erprobung neuer didaktischer Ansätze zu gewinnen. Dabei dient Servivce Learning als eine mögliche Blaupause der Hochschulentwicklung, um die Potentiale und Rahmenbedingungen für offene Lehr-Lenrformate im Sinne einer zukunftsfähigen und kompetenzorientierten Ausgestaltung von Studium und Lehre zu konkretisieren und auszubauen.
Interesse am Thema?
Bei Fragen rund um das Thema Service Learning und Interesse an der Durchführung eines entsprechenden Lehrprojekts oder den bisherigen Erfahrungswerten sowie Möglichkeiten zur Vernetzung stehen die Kolleg*innen des Bonner Zentrums für Hochschullehre (BZH) zur Verfügung.
Kontakt
Bonner Zentrum für Hochschullehre (BZH)
Das Thema Service Learning ist Teil des Bonner Zentrums für Hochschullehre. Bei Fragen rund um generelle Themen zur Hochschulentwicklung, zu Weiterqualifizierung von Lehrenden unabhängig von Service Learning oder auch zu aktuellen strategischen Projekten können Sie sich gern an unsere Kolleg*innen wenden.